Artikel
Die Gesinnung Jesus
„Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war.“ (Phil. 2,5)
„Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt.“ (Joh. 15,13)
Jesus gab sein Leben für die Menschen — das war das Ziel seines Kommens auf die Erde. Er hat die Menschen sehr, sehr lieb. Als Er am Kreuz war, lag der ganze Dreck der Sünden auf Ihm. Er war sogar von Gott, seinem Vater, getrennt und sprach zu ihm: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matth. 27,46)
Er nahm freiwillig die Schuld anderer Menschen auf sich. Er wusste, dass es die einzige Möglichkeit ist, den Menschen die Erlösung zu geben damit sie mit ihm im Paradies sein dürfen. Er zahlte einen sehr hohen Preis.
Ja, so war die Gesinnung Jesu! Aber können auch Menschen die Gesinnung Jesu haben?
Es gibt eine Geschichte über zwei Zwillingsbrüder, die einander sehr ähnlich und doch ganz unterschiedlich waren. Der eine diente Gott, der andere aber wollte nichts von Gott wissen. Als der Ungläubige jemanden tötete und mit seinen blutigen Kleidern zu seinem gläubigen Bruder kam, da zog der Gläubige, ohne zu zögern die blutigen Kleider seines Bruders an und wurde an seiner Stelle verhaftet und hingerichtet.
In der Bibel gibt es Beispiele von Männern und Frauen Gottes, die auch die Gesinnung Christi hatten und bereit waren, ihr eigenes Leben für Andere zu geben.
Mose sagte zu Gott, als das Volk sündigte und Gott das Volk vertilgen und aus Moses Nachkommen ein Volk machen wollte: „Ach, das Volk hat eine große Sünde getan und sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast“. (2.Mose 32,32-33)
Paulus war bereit, anstelle von seinem Volk verflucht zu werden: „Denn ich wünschte, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch.“ (Römer 9,3)
Daniel, der unschuldig war, bat bei Gott für die Schuld des ganzen Volkes: „Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen.“ (Daniel 9,5)
Ja, die Liebe Gottes prägte die Gesinnung Jesu und prägt die Gesinnung der Menschen. Sie sind bereit, aus Liebe zu Gott für Andere zu sterben und ihre Schuld auf sich zu nehmen.
Folgende Geschichte hat mich vor die Frage gestellt: Würde ich für die Diener Gottes um Vergebung bitten, wenn sie Fehlverhalten an den Tag bringen würden?
Eine Frau erzählte während einer Taxifahrt, wie sie dieses Jahr mit ihrer Freundin an Ostern in die Kirche gegangen war. Sie kamen zu spät und die Kirche war schon geschlossen. Sie klopften an der Tür. Der Geistliche kam heraus und war sehr unzufrieden und beschimpfte sie. Er sagte, die Gottesdienste hätten früh begonnen und dauerten lange, so dass er müde sei. Ihre Stimme zitterte, sie war empört. Ein Mann, der auch im Taxi mitgefahren war und ihr zugehört hatte, war ein überzeugter Christ und war schon bereit ihr zu sagen, dass sie in eine andere Gemeinde gehen oder zu ihm in die Gemeinde kommen solle, dann werde sie keine Enttäuschungen erleben. Doch er bremste sich, weil er sich erinnerte, dass es auch in seiner Gemeinde Menschen gab, die unfreundlich gewesen sind. Er dachte an sich selbst, an die Fälle, bei denen er unaufmerksam zu den Gästen war. Es ging plötzlich so vieles durch seinen Kopf, dass er falsch getan hatte.
Er fragte sich, was Jesus zu ihr gesagt hätte. Dann sagte er schlicht: „Vergib uns“.
Sie fragte: „Warum bitten Sie um Vergebung?“ Der Mann antwortete: „Weil auch ich ein Geistlicher bin. Ich bitte, vergib uns, den Dienern Gottes. Ich verstehe, dass dein schwacher Glaube, der erst wachsen wollte, einen derben Schlag bekommen hat und das geschah durch einen Geistlichen, deswegen bitte ich um Vergebung, um Vergebung für uns alle, die wir Diener Gottes sind.“ In dem Moment verspürte er, wie sich die Atmosphäre änderte. Die Stimmung der Frau veränderte sich, sie war bereit über ihren Glauben und ihre tiefe Sehnsucht, den Frieden Gottes, zu reden.
Klar, er hätte ihr auch sagen können: „Vergib dem Priester, wir müssen immer und allen vergeben.“ Und das wäre auch nicht falsch, doch er bat um Vergebung, sich selbst einschließend.
Unser Herr Jesus kam auf diese Erde und hatte keine Schuld, doch er nahm die Schuld der Menschen auf sich und starb für die Sünden der Menschen am Kreuz.
Ich hörte einmal die Aussage: „Um Vergebung bittet nicht der, der schuldig ist, sondern der, der die Beziehung schätzt.“
In dem beschriebenen Fall hat die Entschuldigung das weitere Gespräch ermöglicht. Die Frage „Was würde Jesus tun?“ half dem Mann, demütig und weise zu antworten.
Der Apostel Petrus sagt: „Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die kostbarsten und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist. So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe.
Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.“ (2.Petr. 1,3-8)
Jesus zu erkennen, steht in diesem Text drei Mal. Jesus, der uns berufen hat, Jesus, der uns im Laufe unseres christlichen Wandels „wachsende Ausdauer und Liebe“ gibt und Jesus auch dann zu erkennen, wenn wir in unserem christlichen Leben vorangeschritten sind. Ja, wir werden Ihn immer mehr erkennen und aus dieser Erkenntnis leben.
Möge Gott uns helfen, die Gesinnung Christi zu haben und die Menschen so wie Er zu lieben. Er möge uns helfen, für uns selbst und da, wo es weise ist, auch für die Anderen um Entschuldigung zu bitten, insbesondere für unsere Nächsten und für alle aufrichtig Gläubigen in dieser Welt.
Waldemar Illg, Neckarsulm
Der Weg zum siegreichen Leben.

Lieber Leser, wenn du heute schwierige Zeiten durchmachst und dich von der Welt und dem Teufel bedroht fühlst, dann denke daran: der in dir ist, ist stärker als der, der in der Welt ist!
Geliebte, heute behaupte ich, dass jeder wiedergeborene Christ Sieger ist. Und egal mit welchem Problem ihr konfrontiert seid, Gott hat bereits eine Lösung für euch. Ihr müsst sie nur im Glauben annehmen und der Triumph gehört euch.
Es ist eine Tragödie, wenn bei einem wiedergeborenen Christen keine „Erneuerung der Gesinnung“ eintritt und sich in seinem Denken fast nichts verändert. Dementsprechend bleibt auch seine Lebensweise unverändert. So darf es aber nicht sein. Wir dürfen nicht nach den Kriterien des Opfers denken, sondern die Denkweise eines Siegers haben, weil wir Sieger in Jesus Christus sind!
„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Röm. 12,2
Vielleicht sagt ihr, es sei kompliziert. Wenn es einfach wäre, würden es alle tun. Das Wort Gottes verheißt uns nichts Einfaches. Vielleicht dachtet ihr in diesem Moment, die Rettung sei einfach, man bekommt sie doch nicht nach unseren Verdiensten, sondern umsonst. Ja, für uns war es wirklich nicht schwierig, aber was hat es Gott gekostet, der seinen Sohn für die Sünden der ganzen Menschheit und somit für unsere Rettung den Märtyrertod sterben ließ?!
Der Herr hat für uns das Heil erworben, es uns geschenkt und ist dafür gestorben, damit wir Leben haben, und zwar im Überfluss. Doch weiterhin macht uns auch der Herr in seinem Wort klar, was er von uns erwartet.
· „Geht hinein durch die enge Pforte.“ Matth. 7,13
· „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.“ 1.Tim. 6,12
· „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes…“ Röm. 12,2
· „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh. 16,33
Mögen sich diese Worte in deinem Leben erfüllen, bewahre sie fest in deinem Herzen und bekenne sie mit deinem Mund. Verwandle dich!
„… mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“ 1.Kor. 2,4-5
Der Heilige Geist hat viel größere Wirkung als meine eigenen Worte, deshalb ermutige ich, euch viel in der Heiligen Schrift zu lesen, darüber nachzudenken und in eurem Leben anzuwenden. Bemüht euch den „alten Menschen“ abzulegen, sonst ist alles umsonst. Die Erneuerung der Gesinnung ist kein leichter Prozess, aber er ist sehr gesegnet und bringt gute Früchte.
„Denn die Waffen unsren Kampfs sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes…“ 2.Kor. 10,4-5
Das Wort „Festung“ wird nur einmal im Neuen Testament erwähnt. Dieses Wort bezeichnet ein Gefängnis oder eine befestigte Mauer. Apostel Paulus versuchte mit diesem Wort die Denkweise eines Menschen zu beschreiben, die sich fest etabliert hat und somit sein ganzes Leben und seine Persönlichkeit beeinflusst und prägt. Der Mensch ist in seinen Gedanken gefangen wie in einer Festung, deshalb benutzt Paulus auch diesen Vergleich.
Aber der gnädige Herr hat uns eine neue Denkweise gegeben, wir müssen nur unseren Blick auf das Kreuz richten. Es ist der Ort, an dem ein Austausch stattfand, wo du deine sündige Natur hingegeben und die Gerechtigkeit Christi empfangen hast. Mit seiner Macht kannst du dich heute jedem Angriff des Feindes widersetzen! Die Frage ist nur: machst du das auch, praktizierst du es in deinem Leben oder bleibt es für dich nur theoretisches Wissen?
Gott hat gesagt: „… wähle das Leben!“ Ihr wart schwach, aber das Wort Gottes sagt: „Der Schwache spreche: Ich bin stark!“ Joel 4,10
Wir sind nur Pilger auf dieser Erde, wir sind nicht von dieser Welt, aber wir leben in dieser sündigen Welt. Gott hat uns sein Wort gegeben, das unseren Geist, Leib und Seele leiten soll. Natürlich haben wir Probleme, sind Versuchungen ausgesetzt, stehen vor bestimmten Herausforderungen, aber der Sieg gehört uns durch das Opfer Jesu Christi. Daran erinnere ich mich jeden Tag und möchte auch euch gerne erinnern!
Der in dir ist, ist stärker als der in der Welt. Er ist stärker als jedes Problem, jede schwierige Lebenssituation, in der du dich heute befindest.
Ich weiß, wovon ich spreche und woran ich glaube. Denn ich war unwürdig zu leben, aber aus Gnade hat der Herr in meinem Leben ein Wunder vollbracht und mir seine Macht gegeben, ein erfülltes Leben zu haben. Wie gut ist es zu wissen, dass du in den schwierigsten Umständen nie allein bist. Der Herr ist bei dir!
Gott will, dass sich jeder von uns verwandelt, damit die Menschen Christus in uns sehen. Vielleicht befindet ihr euch schon in diesem Prozess, vielleicht regt dieser Artikel euch dazu an.
Die Verwandlung ist etwas, woran wir arbeiten müssen. Gott wird es nicht für uns tun. Wir müssen uns Mühe geben, denn „… von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewaltigen reißen es an sich.“ Matth. 11,12
Gott sei Dank, dass wir erlöst, „aus der Macht der Finsternis errettet und in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt“ sind.“ Kol. 1,13
Nun ist das Reich Gottes in uns. Der Heilige Geist lebt in uns. Wir müssen uns auf den Weg der Heiligung begeben. Und auf diesem Weg wird der Herr mit uns sein, auch wenn wir durch das finstere Tal gehen müssen.
„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ Röm. 8,31
David besiegte den Riesen Goliath, vor dem sich das ganze Heer Israels fürchtete, weil er nicht allein war, sondern Gott war mit ihm! Und du wirst deinen persönlichen Goliath (das könnten Stolz, Groll, Neid, Sucht, Depression, Entmutigung, Frustration sein) auch besiegen, weil du nicht allein bist, Gott ist mit dir. Wenn du nicht aufgibst und nicht vom Schlachtfeld fliehst, erringst du den Sieg und verherrlichst den Herrn, aber nicht durch deine eigene Kraft, sondern durch den Geist Gottes.
„Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!“ 2.Kor. 2,14
Gott lässt uns immer in Christus triumphieren. Denn der in uns ist, ist stärker als der, der in der Welt ist!
Ich wünsche euch Frieden, liebe Brüder und Schwestern.
In Liebe und Gebet, Euer Bruder in Christus Andrey Petrutschenko, 10.2021
Der Blick zu JESUS dem Gekreuzigten

JESUS konnte schweigen
Der Hohe Rat, Pilatus, Herodes forderten IHN heraus. Hier und da sagte ER einzelne Sätze, aber überwiegend schwieg Jesus, kein unnötiges Wort! ER, der jeden Gedanken der Menschen kannte, wie leicht hätte ER jeden in Grund und Boden blamieren können, aber ER schwieg. Wie gehst du mit Situationen um, die bestimmt nur ein Bruchteil dessen sind, was Jesus aufgetischt wurde? Redest du gleich los? Verteidigst du dich sofort? Kannst du schweigen und alles Gott anvertrauen, wenn Reden nichts bringt?JESUS konnte tragen & ertragen
Welch eine Selbstbeherrschung! Mancher Mann verliert schon die Fassung, wenn einer an der Ampel bei Grün nicht gleich losfährt. Wie anders war JESUS! Seine Worte wurden verdreht, ER wurde verraten & verleugnet, verspottet & gelästert, IHM wurde ins Gesicht gespuckt, ER wurde mit Fäusten geschlagen & gegeißelt, schließlich mit zwei Verbrechern ans Kreuz genagelt. Wieder die Frage: Was machst du, wenn dir nur ein kleines Unrecht zugefügt wird?JESUS konnte vergeben
Wie echt und wie praktisch war diese Vergebung! ER nannte Judas einen Freund, obwohl dieser kam, um IHN zu verraten, ER heilte das Ohr des Malchus, der mitkam, um Jesus gefangen zu nehmen. Sein Blick zu Petrus nach dessen Verleugnung bewirkte echte & tiefe Reue, ER sicherte den Himmel einem Verbrecher zu, der IHN kurz vorher geschmäht hat. Wie steht es um deine Bereitschaft zu vergeben?JESUS rächte sich nicht, ER betete
Wie viele Gründe zur Rache hätte ER gehabt und wie viele Optionen standen IHM zur Verfügung! Aber ER tat es nicht! ER betete, als ER am Kreuz unter Spott und Schmerzen da hing für seine Feinde! Wie gehst du damit um, wenn es Grund zur Rache gibt?JESUS liebte
Warum diese ganze Geschichte der Kreuzigung? Warum soviel Unrecht, Spott, Schläge und Blutvergießen? Das Evangelium, und im Mittelpunkt die Leidensgeschichte von JESUS ist der größte Liebesbeweis Gottes an die Menschen! Hier zeigt sich am deutlichsten wie brutal, korrupt, sündig und verdorben wir Menschen sind, wie damals so auch heute! Und was macht der Schöpfer damit? ER begegnet in JESUS CHRISTUS all dieser abgrundtiefen Sünde mit echter & strahlender Liebe, die vergibt & neu macht! Für mich gingst DU nach Golgatha! Danke Jesus für das neue Leben, ich bete Dich an & will Dir folgen! Auch du, lieber Leser, darfst zu JESUS kommen, ER wartet auf DICH! Der Blick zu JESUS zerbricht uns, zeigt uns, wer und vor allem wie wir in Wirklichkeit sind! Und dann, gerade dann dürfen wir im Glauben die Gnade Gottes in Anspruch nehmen, die das Leben & Sterben des Herrn JESUS in uns offenbart.Eddy Schüle
Depressionen – gibt es (k)eine Hilfe?
In den letzten Jahren wurde ein eigenartiges Phänomen festgestellt. Bei uns in Deutschland sind 20% der Leute, die den praktischen Arzt aufsuchen, depressiv, niedergeschlagen, verzagt, schwermütig und ohne Freude. Nicht nur in unserem Land, sondern weltweit nehmen Depressionen zu.Was könnte das für Ursachen haben?
Zum einen leben wir heute in einer hochtechnisierten Welt. Wir bauen Flugzeuge und Raketen, wir empfangen Satellitenübertragungen, usw. Was früher zwei Wochen dauerte, geht heute in ein paar Stunden. Aber unsere Seele kommt nicht mehr mit! Zum anderen haben wir eine steigende Zukunftsangst: atomare Bedrohung, Umweltverschmutzung, Ozonlöcher, Überbevölkerung, etc. werden durch die modernen Medien ständig in unser Blickfeld gerückt. Die Anonymität und Einsamkeit nimmt zu, wo früher Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt waren, sind heute Kälte und Egoismus. Siehe auch was Jesus sagt in Mt. 24,12, dass in letzter Zeit, die Liebe in vielen erkalten wird. Es gibt Unterschiede zwischen: – Depressionen als vorübergehende traurige Verstimmung, die jeder schon einmal im Leben gehabt hat, die ein paar Stunden oder Tage andauert, und – Depressionen als handfeste Krankheit, die sich über Monate oder Jahre erstreckt und unbedingt fachärztlicher Hilfe bedarf.Welche Symptome können Depressionen haben und wie äußern sie sich?
Depressionen betreffen den Menschen ganzheitlich – im Gefühlsbereich: (man hat im Inneren ein Weh) da ist Niedergeschlagenheit, Weinkrämpfe, Selbstverwerfung, Abneigung gegen sich und soziale Isolation, man schlüpft in das so genannte Schneckenhaus. Depressive Menschen kommen sich klein vor, hässlich, minderwertig, hilflos und befleckt; die Mitmenschen und die ganze Welt hingegen erleben sie als groß, bedrohlich, mächtig und unheimlich. Depression kann man als krankhaft übersteigerte Traurigkeit verstehen. In der Depression erscheint alles hoffnungslos, fremdartig, grau und farblos. – im Bereich des Denkens: negative Erwartungen, Verlust der Motivation, Unfähigkeit zur Entscheidung, Selbstkritik, niedrige Selbsteinschätzung (ich bin ein Versager), evtl. Selbstmordgedanken. Ihre ganze Aufmerksamkeit bleibt auf ihr eingebildetes Unglück konzentriert. – im körperlichen Bereich: Verstopfung, verlangsamte Sprache, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Trägheit, Müdigkeit, die Bewegungen werden langsam und kraftlos, es kommt zum Verlust des Interesses an Intimität.Was sind die Ursachen der Depressionen?
Die psychiatrische Medizin unterscheidet im Wesentlichen über fünf Formen der Depression (dt. Ärzteblatt vom 31.10.1991):- die organische Depression
- die reaktive Depression
- die endogene Depression
- die noogene Depression (Viktor Frankl in seinem Buch „Der Wille zum Sinn“)
- die neurotische Depression, die mit einer krankhaften Persönlichkeitsentwicklung zusammenhängt (auf diese Form werden wir nicht eingehen)
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Organische Ursachen → Organische Depression
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Ursache: Reaktive Depression
- a) Verlustdepression
- b) Erschöpfungsdepression
- c) Schulddepression
- Eine Frau beging während der Krankheit ihres Mannes Ehebruch. Die Folge: Gewissensnöte, Depressionen, Verschmachten. Wir sehen, dass ihre Schulddepression als Folge der gestörten Beziehung zum Partner und zu Gott entstand!
- Eine Frau entschied sich während der zweiten Schwangerschaft gegen die Geburt des Kindes, denn sie hatten gerade ein neues Haus gebaut. Auch 10 Jahre später hat sie immer wieder Schulddepressionen bekommen, die sie mit Alkohol zu betäuben versuchte.
- Eine dritte Frau, die von einer Wahrsagerin gehört hat, dass sie keines natürlichen Todes sterben wird, leidet seit dem Tod ihres Mannes unter Schulddepressionen.
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Endogene Depression
- Vererbung: Depressionen treten familiär stark gehäuft auf.
- biochemische Abläufe im Gehirn, Tagesrhythmus: morgens am schlimmsten, abends bessert sich der Zustand.
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Die noogene Depression
Schluss:
Depressionen gehören zu dieser gefallenen Welt, bei Christen und bei Nichtchristen. Aber das Wichtigste in unserem Leben ist nicht die Gesundheit. Auch nicht die seelische Gesundheit, sondern das Wissen: Ich habe Frieden mit Gott, mein Leben liegt in seiner Hand. Vielleicht sagst du: Gott sei Dank, dass ich nicht depressiv bin! Du solltest hinzufügen: “Herr, meine seelische Gesundheit habe ich nicht verdient. Du meinst es so gut mit mir. Als Dank will ich dir mein ganzes Leben ausliefern. Es soll dem Herrn Jesus Christus gehören!“ Vielleicht bedrückt dich Krankheitsnot. Geh trotzdem den Weg mit Jesus! Nein, geh erst recht den Weg mit ihm. Er trägt dich durch. Bald sind wir bei ihm. Im Himmel gibt es keine Depressionen mehr! Ganz gewiss. Aber bis dahin müssen wir da durch! Bete zu Gott um Heilung. Wenn Gott dich anrührt und heilt, freu dich und bezeuge es in der großen Gemeinde! (Ps. 40) Er kann es tun! Wenn er dich nicht heilt, dann bleib ihm trotzdem dankbar und zufrieden. Vertraue ihm die ganze Situation an und öffne ihm deine Wünsche, doch in deinem Gebet um die Heilung vergesse nicht zu sagen: Herr nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. Entscheidend ist, dass unsere Herzen ganz Jesus von Golgatha gehören. Ist das schon so in deinem Leben? Wenn nicht, gib ihm doch dein Herz noch heute!Gedanken aus einem Vortrag von Wilfried Plock, Hünfeld (Erwählter Fremdling Nr- 43)